In Lettland haben die Wähler am Samstag ein neues Parlament gewählt. Die Abstimmung fand vor dem Hintergrund wachsender Sorgen über mögliche russische hybride Angriffe und die Sicherheitslage an der NATO-Ostflanke statt.
Rund 1,56 Millionen Wahlberechtigte konnten über die 100 Sitze des lettischen Parlaments Saeima entscheiden. Ministerpräsident Andris Kulbergs von der United List trat dabei für eine vollständige Amtszeit an.
Nach Angaben der Associated Press hatten Sicherheitsfragen und die Lebenshaltungskosten den Wahlkampf geprägt. Lettland grenzt an Russland und Belarus und unterstützt die Ukraine. Wegen der angespannten Sicherheitslage verstärkte die NATO zeitweise den Schutz des lettischen Luftraums. Deutschland entsandte dafür vier Eurofighter nach Lettland.
Die lettische Sicherheitsbehörde erklärte nach Angaben der AP, sie habe vor der Wahl keine bedeutenden oder systematischen Versuche festgestellt, mit denen Russland oder andere Akteure die Abstimmung zugunsten einer Partei oder eines Kandidaten beeinflussen wollten.
Die Parlamentswahl ist auch für die europäische Sicherheitsdebatte von Bedeutung, da Lettland Mitglied der EU und der NATO ist und an Russland grenzt.





