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Destatis: 2,65 Millionen Menschen mit türkischer Einwanderungsgeschichte in Deutschland

Destatis: 2,65 Millionen Menschen mit türkischer Einwanderungsgeschichte in Deutschland

Im Jahr 2025 lebten in Deutschland 2,648 Millionen Menschen mit türkischer Einwanderungsgeschichte. Das entsprach 3,2 Prozent der Bevölkerung. Rund 1,5 Millionen waren selbst aus der Türkei eingewandert, etwa 1,2 Millionen wurden in Deutschland geboren.

Das Statistische Bundesamt (Destatis) veröffentlichte am 29. Oktober anlässlich des 65. Jahrestags des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens erste Ergebnisse des Mikrozensus 2025. Demnach lebten 2025 noch rund 125.000 ehemalige Arbeitsmigrantinnen und Arbeitsmigranten aus der Türkei in Deutschland, die zwischen 1961 und 1973 eingewandert waren.

Bedeutung für den Arbeitsmarkt

Von den in der Türkei geborenen und nach Deutschland eingewanderten Menschen im Alter von 15 bis 64 Jahren waren 2025 insgesamt 61 Prozent erwerbstätig. In der gleichaltrigen Gesamtbevölkerung lag die Erwerbstätigenquote bei 77 Prozent. Menschen mit türkischer Einwanderungsgeschichte stellten zugleich 3,5 Prozent aller Erwerbstätigen zwischen 15 und 64 Jahren – rund 1,4 Millionen Menschen.

In einzelnen Berufsfeldern war ihr Anteil höher: 9,8 Prozent der Beschäftigten in Reinigungsberufen, 6,7 Prozent in Textil- und Lederberufen sowie 6,6 Prozent in Berufen der Metallerzeugung, Metallbearbeitung und des Metallbaus hatten eine türkische Einwanderungsgeschichte.

Deutlicher Unterschied zwischen den Generationen

Nach den Destatis-Daten besaßen 48 Prozent aller Menschen mit türkischer Einwanderungsgeschichte die deutsche Staatsangehörigkeit. Bei den selbst aus der Türkei Eingewanderten lag der Anteil bei 28 Prozent. Unter den in Deutschland geborenen direkten Nachkommen von Eingewanderten waren es dagegen 74 Prozent.

Nordrhein-Westfalen war mit 32 Prozent das Bundesland mit dem größten Anteil dieser Bevölkerungsgruppe. Weitere 18 Prozent lebten in Baden-Württemberg, 12 Prozent in Bayern und 10 Prozent in Hessen. Insgesamt entfielen damit 73 Prozent auf diese vier Länder.

Destatis definiert eine Einwanderungsgeschichte so, dass eine Person selbst oder beide Elternteile seit 1950 nach Deutschland eingewandert sein müssen. Die Zahl umfasst deshalb nicht nur türkische Staatsangehörige, sondern auch Eingebürgerte und in Deutschland geborene Nachkommen.