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Bombendrohungen gegen sieben Flüge stören Europas Luftverkehr

Bombendrohungen gegen sieben Flüge stören Europas Luftverkehr

Eine ungewöhnliche Serie von Bombendrohungen hat am Dienstag, 3. November, in mehreren europäischen Ländern Sicherheitsmaßnahmen an Flughäfen ausgelöst. Betroffen waren mindestens sieben Passagierflüge nach Polen, Bulgarien, Italien und Spanien. Alle Maschinen landeten sicher; bei den Durchsuchungen wurden keine Sprengsätze gefunden.

Besonders spürbar waren die Folgen in Warschau: Ein LOT-Flug aus London wurde vom Chopin-Flughafen zum nahe gelegenen Flughafen Modlin umgeleitet. Nach der Landung wurde Modlin vorübergehend geschlossen und das Flugzeug kontrolliert. Nachdem keine verdächtigen Gegenstände gefunden worden waren, nahm der Flughafen den Betrieb wieder auf. Ein SAS-Flug aus Kopenhagen landete planmäßig in Chopin und wurde dort ebenfalls überprüft.

In Bulgarien galten die Warnungen zwei Verbindungen nach Sofia: einem Wizz-Air-Flug aus Bergamo mit 176 Passagieren und einem Ryanair-Flug aus Dublin mit 186 Passagieren. Beide Flugzeuge erreichten ihr Ziel sicher. Die bulgarischen Behörden meldeten nach den Kontrollen keine Sprengstofffunde.

Am Flughafen Rom-Fiumicino wurden zwei Ryanair-Maschinen aus Lissabon und Dublin durchsucht. Der Flug aus Dublin wurde beim Anflug von Kampfflugzeugen der italienischen Luftwaffe begleitet. Der Flughafenbetreiber erklärte anschließend, der Betrieb laufe ohne Auswirkungen auf andere Flüge weiter. In der spanischen Stadt Murcia löste eine Drohung gegen einen Ryanair-Flug aus Manchester eine Absperrung einzelner Flughafenbereiche aus; auch dort wurde kein Sprengstoff entdeckt.

Auch Kreuzfahrtschiff in Griechenland überprüft

Unabhängig von den Flugwarnungen wurde im Hafen der griechischen Insel Syros das israelische Zielschiff Crown Iris untersucht. Eine unbekannte Person hatte behauptet, am Rumpf des unter panamaischer Flagge fahrenden Kreuzfahrtschiffs sei ein Sprengsatz angebracht. An Bord befanden sich nach Behördenangaben 940 Passagiere und 597 Besatzungsmitglieder. Die ersten Kontrollen blieben ohne Fund; weitere Prüfungen sollten vor der Weiterfahrt erfolgen.

Ob die Drohungen miteinander zusammenhängen, ist bislang offen. Niemand bekannte sich zu den Vorfällen, und die Behörden machten keine Angaben zu einem möglichen Urheber. Die britische Regierung bezeichnete die gegen Abflüge aus Großbritannien gerichteten Meldungen als böswillige Falschalarme. Ein Experte für Luftfahrtsicherheit bewertete die Zahl der Drohungen an einem einzigen Tag als außergewöhnlich und verwies auf mögliche Störungen des Flugverkehrs als Ziel.