PRESS EUROPA Nachrichten aus Europa
UID erinnert an 65 Jahre Arbeitsmigration und fordert mehr Gleichberechtigung

UID erinnert an 65 Jahre Arbeitsmigration und fordert mehr Gleichberechtigung

Die Union Internationaler Demokraten (UID) veranstaltet am 30. Oktober in Köln eine Pressekonferenz zum 65. Jahrestag des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens. Zugleich ruft die Organisation zu einem konsequenten Kampf gegen Rassismus, Islamfeindlichkeit und Diskriminierung auf.

Am 30. Oktober 1961 wurde das Anwerbeabkommen zwischen Deutschland und der Türkei unterzeichnet. Zum 65. Jahrestag würdigt die UID die erste Generation türkischer Arbeitsmigrantinnen und Arbeitsmigranten, die mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands geleistet habe.

In ihrer Erklärung erinnert die Organisation an die schwierigen Arbeitsbedingungen in Fabriken, Bergwerken und auf Baustellen. Die nachfolgenden Generationen seien heute in zahlreichen Bereichen vertreten, darunter Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Bildung, Gesundheitswesen, Kultur und Sport.

Klare Haltung gegen Rassismus

Die UID betont, dass die gemeinsame Geschichte nicht nur von Erfolg geprägt sei. Die rassistischen Verbrechen von Mölln und Solingen, die Mordserie des NSU sowie der Anschlag von Hanau zeigten die anhaltende Bedeutung des Kampfes gegen Rassismus, Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Islamfeindlichkeit.

Die Organisation würdigt zudem das Vermächtnis von Mevlüde Genç, die nach dem rassistischen Brandanschlag von Solingen trotz des Verlusts von fünf Familienangehörigen für Frieden und ein friedliches Zusammenleben eintrat.

Die UID fordert mehr Chancengleichheit in Bildung, Arbeitsleben und politischer Teilhabe, den Schutz der doppelten Staatsangehörigkeit sowie einen konsequenten Einsatz gegen Diskriminierung.

Pressekonferenz in Köln

Die Pressekonferenz findet am Freitag, 30. Oktober, um 16 Uhr in der UID-Zentrale in Köln statt. Im Anschluss ist ein gemeinsames Abendessen mit Vertreterinnen und Vertretern der ersten Generation geplant.

Mit der Veranstaltung will die Organisation die Leistungen der Menschen würdigen, die vor 65 Jahren nach Deutschland kamen und die Entwicklung des Landes mitprägten.