Die Türkei, Bulgarien und Rumänien wollen den Schutz der Handelsschifffahrt im Schwarzen Meer verbessern. Nach einem erneuten Drohnenangriff auf ein Containerschiff vereinbarten die drei NATO-Staaten einen engeren Informationsaustausch, bessere Frühwarnung und mehr regionale Abstimmung.
Die Verteidigungsminister und Generalstabschefs der drei Länder kamen am 28. Oktober in Sofia zusammen. Während der Beratungen wurde die unter liberianischer Flagge fahrende Contship Jet in der bulgarischen ausschließlichen Wirtschaftszone von drei Seedrohnen getroffen. Das Schiff war von Haifa nach Constanța unterwegs. Alle 18 Besatzungsmitglieder wurden gerettet; Angaben zum Inhalt der 421 Container lagen zunächst nicht vor.
In einer gemeinsamen Erklärung verurteilten die drei Länder Angriffe auf Handelsschiffe, maritime Infrastruktur und den sicheren Schiffsverkehr und forderten ein sofortiges Ende solcher Attacken. Wer hinter dem jüngsten Angriff steckt, war zunächst unklar.
Der türkische Verteidigungsminister Yaşar Güler warnte Russland und die Ukraine davor, Handelsschiffe ins Visier zu nehmen. Sollte ein türkisch beflaggtes oder von türkischen Unternehmen betriebenes Schiff angegriffen werden, behalte sich Ankara rechtliche Schritte vor. Die wiederholten Vorfälle erhöhen die Risiken für internationale Schifffahrtsrouten und die Sicherheit an der östlichen NATO-Flanke.
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