Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler will europaweit 3.460 Stellen abbauen und fünf Standorte schließen. Nach Angaben des Unternehmens vom Dienstag entfallen 2.660 der wegfallenden Stellen auf Deutschland. Vier deutsche Werke und ein Standort in Belgien sollen aufgegeben werden.
Insgesamt sind die Maßnahmen an 16 europäischen Standorten geplant. Rund die Hälfte des Stellenabbaus betrifft die Produktion, weitere 30 Prozent Forschung und Entwicklung. Die übrigen 20 Prozent entfallen auf andere Unternehmensbereiche. Der Großteil der Veränderungen soll 2027 und 2028 umgesetzt werden.
Auf der deutschen Liste stehen Dortmund, Morbach, Berlin und Schwalbach. Im Dortmunder Werk arbeiten nach einem Bericht des WDR rund 430 Menschen. In Belgien ist der Standort Herstal von der geplanten Schließung betroffen.
Schaeffler begründet den erneuten Umbau mit der angespannten Lage der europäischen Autoindustrie. Die Nachfrage nach Komponenten für Verbrennungsmotoren sei schwächer, während der Hochlauf der Elektromobilität langsamer vorankomme als erwartet. Hinzu kämen ein intensiver Wettbewerb und hohe Kosten.
Das Programm soll die jährlichen Ergebnisverbesserungen ab 2030 um rund 300 Millionen Euro erhöhen. Die einmaligen Aufwendungen beziffert das Unternehmen auf etwa 480 Millionen Euro. Die Maßnahmen sollen nach Unternehmensangaben gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretungen sozialverträglich umgesetzt werden.


