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Deutschland vergibt zwölf Milliarden Euro für neue Kraftwerkskapazitäten

Deutschland vergibt zwölf Milliarden Euro für neue Kraftwerkskapazitäten

Die Bundesnetzagentur hat die ersten Zuschläge für zusätzliche Kraftwerksleistung bekannt gegeben. Elf Projekte mit zusammen 5.160 Megawatt sollen die Stromversorgung absichern, wenn Wind- und Solarenergie nicht genügend liefern. Das Fördervolumen liegt bei rund zwölf Milliarden Euro.

Bei der Ausschreibung gingen 41 Gebote ein. Den größten Teil erhielten RWE und LEAG; außerdem wurde ein Projekt der Stadtwerke Karlsruhe berücksichtigt. Wie Reuters berichtet, entfallen rund 3.000 Megawatt auf LEAG und 2.120 Megawatt auf RWE. Uniper erhielt in dieser Runde keinen Zuschlag.

Die Anlagen sollen spätestens 2031 zur Verfügung stehen. Betreiber erhalten 15 Jahre lang Vergütungen dafür, dass sie die Kapazität bereithalten und bei schwacher Wind- und Solarstromproduktion einspringen können.

Die Kosten sollen über eine zusätzliche Umlage auf die Stromverbraucher umgelegt werden. Wie stark sich das auf die Rechnungen von Haushalten und Unternehmen auswirkt, ist bislang offen.

Deutschland plant insgesamt Ausschreibungen für 11 bis 12 Gigawatt zusätzliche steuerbare Leistung. Die Bundesnetzagentur will am 10. November die Termine für die nächste Runde bekannt geben; weitere Verfahren sind für Dezember und 2027 vorgesehen.