Bei einem russischen Angriff auf eine Schule, die als Verteilstelle für humanitäre Hilfe genutzt wurde, und einen nahegelegenen Schutzraum in der Region Saporischschja sind nach ukrainischen Angaben mindestens 29 Menschen getötet worden. 48 Menschen gelten als vermisst.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, Russland habe in der Nacht neun Regionen mit 289 Angriffsdrohnen, 17 ballistischen Raketen und 59 Marschflugkörpern angegriffen. Die Attacken trafen auch Energieanlagen; in mehreren Landesteilen wurden Notabschaltungen beim Strom angeordnet.
Unter den Toten seien vier Polizisten und zwei Rettungskräfte, teilten regionale Behörden mit. Mindestens fünf Menschen seien verletzt worden. Die Schule in Komyshuvakha werde wegen der Nähe zur Front nicht mehr für den Unterricht genutzt und diene als wöchentliche Ausgabestelle für Hilfsgüter. Nach dem ersten Treffer sei auch ein benachbarter Schutzraum bombardiert worden.
In Charkiw wurden bei Raketen- und Drohnenangriffen mindestens 62 Menschen verletzt. Eine medizinische Einrichtung und Wohnhäuser wurden beschädigt; mehr als 200 Patienten mussten in andere Einrichtungen verlegt werden. Im Gebiet Dnipro starb nach Behördenangaben ein Mensch, 17 weitere wurden verletzt.
Die Rettungsarbeiten in Komyshuvakha dauerten am Dienstag an. Für die Region wurde eine dreitägige Trauerperiode angekündigt.


