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ZEW-Konjunkturerwartungen fallen im Oktober – hohe Energiepreise belasten Aussichten

ZEW-Konjunkturerwartungen fallen im Oktober – hohe Energiepreise belasten Aussichten

Die Konjunkturerwartungen für Deutschland haben sich im Oktober erstmals nach fünf Monaten der Verbesserung eingetrübt. Der vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ermittelte Indikator sank um 6,6 Punkte auf plus 28,1 Punkte.

Gleichzeitig bewerteten die befragten Finanzmarktexperten die aktuelle Lage deutlich weniger pessimistisch als im Vormonat. Der Lageindikator für Deutschland verbesserte sich um 11,2 Punkte auf minus 35,9 Punkte. Für die Eurozone gingen die Erwartungen dagegen um 7,3 Punkte auf plus 18,5 Punkte zurück.

ZEW-Präsident Achim Wambach führte die schwächeren Aussichten unter anderem auf die hohen Energiepreise zurück. Sie belasteten die verfügbaren Einkommen und erhöhten die Produktionskosten, wodurch die Inflation länger erhöht bleiben könne. Auch die Erwartungen für den privaten Konsum hätten sich verschlechtert.

Die Ergebnisse beruhen auf einer Befragung von 178 Analystinnen, Analysten und institutionellen Anlegern, die zwischen dem 12. und 19. Oktober durchgeführt wurde. Das gemischte Bild zeigt: Die Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Lage verbessert sich, während die Hoffnung auf eine selbsttragende Erholung angesichts der Energiepreise an Kraft verliert.