Die Aussicht auf neue Gespräche zwischen Russland, der Ukraine und den USA ist konkreter geworden, ein Termin steht aber noch nicht fest. Nach Berichten vom 24. Oktober signalisieren Moskau und Kiew Bereitschaft, die von Washington vermittelten Verhandlungen wieder aufzunehmen. Als mögliches Zeitfenster gilt Mitte November; Abu Dhabi wird als möglicher Austragungsort genannt.
Die diplomatischen Bemühungen knüpfen an die jüngsten Kontakte zwischen dem Kreml und dem US-Sondergesandten Steve Witkoff an. Die ukrainische Führung hat ein trilaterales Format unterstützt, zugleich aber betont, dass ein tragfähiger Waffenstillstand und belastbare Sicherheitsgarantien nötig seien.
Die Positionen liegen weiterhin weit auseinander. Russland verlangt unter anderem Zugeständnisse bei den von ihm beanspruchten ukrainischen Gebieten sowie Einschränkungen für die ukrainische Neutralität und die Streitkräfte. Kiew lehnt Gebietsabtretungen ab und fordert Zusagen, die einen erneuten Angriff verhindern sollen. Umstritten bleibt auch, ob zunächst die derzeitigen Frontlinien eingefroren werden könnten.
Die erklärte Gesprächsbereitschaft ist noch kein Durchbruch. Anhaltende Angriffe und fehlende Einigkeit über territoriale Fragen und Sicherheitsregeln lassen offen, ob und wann die nächste Verhandlungsrunde tatsächlich stattfindet.
Symbolbild: Nguyen Dang / Unsplash. Das Bild zeigt nicht die tatsächlichen Verhandlungen.


