PRESS EUROPA Nachrichten aus Europa
Kölner Geschäfte sichern Schaufenster vor Gen-Z-Demo

Kölner Geschäfte sichern Schaufenster vor Gen-Z-Demo

Vor der für Samstag geplanten Kundgebung der Initiative „Gen Z regelt“ bereiten sich mehrere Geschäfte in der Kölner Innenstadt auf mögliche Zwischenfälle vor. Wegen der erwarteten Teilnehmerzahl von rund 15.000 Menschen wurde der Veranstaltungsort verlegt.

In der Kölner Innenstadt haben erste Geschäfte ihre Schaufenster mit Schutzplatten gesichert. Betroffen sind unter anderem die Wempe-Filiale auf der Hohe Straße und eine Starbucks-Filiale in der Gürzenichstraße.

Die Kundgebung der Initiative „Gen Z regelt“ soll am Samstag, 31. Oktober, um 14 Uhr stattfinden. Ursprünglich war der Heumarkt als Veranstaltungsort vorgesehen. Nachdem die erwartete Teilnehmerzahl von zunächst 5.000 auf rund 15.000 gestiegen war, wurde die Kundgebung an das Konrad-Adenauer-Ufer verlegt.

Die Polizei rechnet mit Verkehrsbehinderungen in der Innenstadt. Ob die Rheinuferstraße zeitweise gesperrt werden muss und ob aus der Kundgebung ein Demonstrationszug wird, war zunächst noch offen.

Die Juwelierkette Wempe erklärte, ihre Niederlassungen in Deutschland aus Sicherheitsgründen zu schließen. Auch Douglas kündigte an, am 31. Oktober bundesweit zwölf besonders exponierte Filialen vorsorglich geschlossen zu halten. Starbucks verwies ebenfalls auf die Sicherheit von Beschäftigten und Gästen als oberste Priorität.

Bereits am Donnerstagmorgen kam es am Campus Süd der TH Köln am Ubierring zu einer Protestaktion. Rund 30 Menschen versammelten sich vor dem Eingang. Die Aktion endete gegen 10.30 Uhr friedlich.

Die Proteste der jungen Generation richten sich unter anderem gegen Kürzungen bei Bildung und sozialen Angeboten. Weitere Themen sind bezahlbares Leben, Wehrpflicht, Klimaschutz sowie der Zugang zu Suchthilfe und psychotherapeutischer Versorgung. Die Behörden bereiten sich auf die Kundgebung vor; konkrete Hinweise auf gewalttätige Aktionen in Köln wurden in den vorliegenden Berichten nicht genannt.

Text und Foto: Kadir Ilboga