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Deutschland und Südkorea vertiefen strategische Partnerschaft

Deutschland und Südkorea vertiefen strategische Partnerschaft

Bundeskanzler Friedrich Merz und Südkoreas Präsident Lee Jae-myung haben sich bei ihrem Treffen am Donnerstag in Seoul darauf verständigt, die bilateralen Beziehungen zu einer vertieften strategischen Partnerschaft auszubauen. Im Mittelpunkt stehen engere Zusammenarbeit bei Sicherheit und Verteidigung, Zukunftstechnologien sowie widerstandsfähigere Lieferketten.

Eine gemeinsame Erklärung sieht eine engere Abstimmung der Sicherheitsbehörden und Fortschritte bei einem Abkommen zum Schutz militärischer Verschlusssachen vor. Beide Seiten wollen außerdem Möglichkeiten für Kooperationen in der Rüstungsindustrie prüfen, darunter langfristige Partnerschaften, gemeinsame Entwicklungen und Joint Ventures.

Merz betonte, dass die Sicherheit Europas und Asiens eng miteinander verbunden sei. Dabei verwies er auf den Einsatz nordkoreanischer Soldaten im Ukraine-Krieg und russische Waffenlieferungen an Pjöngjang. Seoul und Berlin bekräftigten ihre Unterstützung für die Ukraine.

Auch wirtschaftlich soll die Zusammenarbeit wachsen: Ein neues Rahmenwerk soll gemeinsame Projekte in künstlicher Intelligenz, Halbleitern, Batterien und weiteren Zukunftsbranchen erleichtern. Der Warenhandel zwischen der EU und Südkorea hat sich seit 2011 nach Angaben der Bundesregierung mehr als verdoppelt und zuletzt rund 130 Milliarden Euro erreicht.

Am Freitag eröffnet Merz in Seoul die Asien-Pazifik-Konferenz der Deutschen Wirtschaft. Vor seiner Abreise will er zudem die entmilitarisierte Zone an der Grenze zu Nordkorea besuchen.

Foto: ModernShoot / Unsplash