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Köln: Nur die Zentralmoschee ruft öffentlich zum Freitagsgebet

Köln: Nur die Zentralmoschee ruft öffentlich zum Freitagsgebet

Vier Jahre nach dem Start des Kölner Modellprojekts zum öffentlichen Gebetsruf ist die Ehrenfelder Zentralmoschee weiterhin die einzige Moscheegemeinde der Stadt, die den Ruf zum Freitagsgebet nach außen überträgt. Nach Angaben der Stadt, über die der Kölner Stadt-Anzeiger am Freitag berichtete, hat keine weitere Gemeinde einen Antrag gestellt.

Der Gebetsruf ist an der Zentralmoschee seit dem 14. Oktober 2022 erlaubt. Er wird freitags zwischen 12 und 15 Uhr einmalig für höchstens fünf Minuten über Lautsprecher auf den Vorplatz übertragen. Für die Kölner Moschee gilt eine Obergrenze von 60 Dezibel; die beiden 55 Meter hohen Minarette werden dafür nicht als Standort genutzt.

Die Stadt Köln ermöglicht Moscheegemeinden die Teilnahme am Modellprojekt auf Antrag und unter Auflagen. Dazu gehören je nach Standort individuelle Lautstärkegrenzen, die Information der Nachbarschaft und eine Ansprechperson für Rückfragen oder Beschwerden. Als mögliche Hürde für weitere Anträge nennt die Stadt unter anderem die Kosten für erforderliche Gutachten.

Foto: Abdullah Guc / Unsplash