Das Verbrauchervertrauen in Frankreich ist im Oktober auf den niedrigsten Stand seit mehr als 13 Jahren gefallen. Der von der Statistikbehörde Insee veröffentlichte Indikator sank um fünf Punkte auf 80 und liegt damit deutlich unter seinem langfristigen Durchschnitt von 100.
Die monatliche Erhebung wurde in einer Phase anhaltender Proteste und wachsender Sorgen über die öffentlichen Finanzen durchgeführt. Die Unruhe begann im September mit Schülerdemonstrationen gegen die Bedingungen an Schulen in der Pariser Vorstadt und weitete sich auf breitere Proteste gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung aus.
Auch die Einschätzung der privaten Finanzlage verschlechterte sich. Haushalte blicken pessimistischer auf ihre finanzielle Situation, die Preisentwicklung und den Arbeitsmarkt. Ökonomen hatten für Oktober einen Wert von etwa 85 erwartet; die tatsächliche Zahl blieb deutlich darunter.
Die Daten sind ein weiteres Warnsignal für den privaten Konsum in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone. Wie Reuters berichtete, fällt der Rückgang in eine Phase politischer Spannungen, hoher Haushaltsbelastungen und anhaltender Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung.
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