Die Europäische Union hat weitere Sanktionen gegen Personen und Organisationen verhängt, die Nordkoreas Nuklear- und Raketenprogramme unterstützen oder an der Umgehung internationaler Sanktionen beteiligt sein sollen. Der Rat der EU nahm am 12. Oktober drei Personen und vier Organisationen neu in die Sanktionsliste auf.
Die Maßnahmen betreffen nach Angaben des Rates unter anderem Verbindungen zwischen Nordkorea und Russland. Dazu zählen der Einsatz nordkoreanischer Arbeitskräfte in Russland, wirtschaftliche und industrielle Kooperation sowie Geschäfte, bei denen Öl gegen Waffen getauscht wird.
Vermögenssperren und Einreiseverbote
Zu den neu gelisteten Personen gehört ein nordkoreanischer Fachmann, dem die Unterstützung von Raketenprogrammen zugeschrieben wird. Auf Unternehmensseite sind unter anderem eine russische Immobiliengesellschaft samt ihrer Geschäftsführerin sowie weitere Firmen mit Verbindungen zu Nordkorea betroffen.
Für die gelisteten Personen gilt ein Einreiseverbot in die EU. Ihre Vermögenswerte werden eingefroren; außerdem dürfen ihnen weder direkt noch indirekt Gelder oder wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung gestellt werden.
Mit der Entscheidung steigt die Zahl der Personen und Organisationen, die die EU im Rahmen ihrer eigenständigen Nordkorea-Sanktionen erfasst, auf 80 Personen und 25 Organisationen. Die Maßnahmen ergänzen die bestehenden Sanktionen der Vereinten Nationen.
Symbolbild: EU-Flaggen vor einem modernen Gebäude / Unsplash.






