Ana Sayfa Deutsch Vorläufige Einigung: EU und China wollen Handelskonflikt entschärfen

Vorläufige Einigung: EU und China wollen Handelskonflikt entschärfen

Automobile on an industrial vehicle production line, illustrative image

Die Europäische Union und China haben eine vorläufige Vereinbarung erzielt, mit der sich der Handelskonflikt zwischen beiden Seiten entschärfen soll. Nach Angaben des EU-Handelskommissars Maroš Šefčovič könnte die Verständigung die Einfuhr chinesischer Elektroautos und Plug-in-Hybride in die EU um bis zu 50 Prozent verringern. Die Vereinbarung ist noch nicht endgültig und muss von den Mitgliedstaaten gebilligt werden.

Die Gespräche in Peking zielten darauf, wachsende Spannungen wegen des Handelsungleichgewichts zu begrenzen. Šefčovič zufolge sieht die vorläufige Verständigung niedrigere Zölle für bestimmte europäische Waren in China sowie Schritte zur Stabilisierung der Lieferketten für seltene Erden vor.

Autoindustrie und Lieferketten im Mittelpunkt

Die möglichen Auswirkungen auf den europäischen Automarkt wären erheblich. Nach Einschätzung des EU-Kommissars könnte die Vereinbarung verhindern, dass mehrere Millionen Fahrzeuge aus China in die EU exportiert werden. Zugleich sollen europäische Produkte wie Autoteile, Olivenöl und Schuhe besseren Zugang zum chinesischen Markt erhalten. Das entsprechende Exportvolumen wurde mit knapp vier Milliarden Euro beziffert.

Die Einigung soll auch den Zugang zu Exportlizenzen für seltene Erden und Permanentmagnete erleichtern. Diese Rohstoffe und Komponenten sind für zahlreiche Industriezweige wichtig, darunter die Automobilproduktion und weitere Technologien.

Zustimmung der EU-Staaten steht noch aus

Beide Seiten haben bislang keine vollständigen Einzelheiten veröffentlicht. Šefčovič will die EU-Staats- und Regierungschefs in der kommenden Woche in Brüssel informieren und um Unterstützung werben. Die Gespräche sollen im Januar per Video und im März bei einem persönlichen Treffen fortgesetzt werden.

Die Vereinbarung kommt vor dem Hintergrund zunehmender Handelskonflikte. Die EU hat Maßnahmen gegen bestimmte chinesische Importe ergriffen, während China seinerseits Untersuchungen gegen Waren aus der EU eingeleitet hat. Ob die vorläufige Verständigung zu einer dauerhaften Entspannung führt, hängt von den noch ausstehenden Details und der politischen Zustimmung ab.

Quelle: Associated Press, 9. Oktober 2026. Das Bild dient der Illustration und zeigt nicht zwingend eine der beteiligten Produktionsstätten.

Zum Bericht der Associated Press.