In Frankfurt am Main haben sich am Samstag, 7. November, nach Schätzung der Polizei rund 25.000 Menschen an mehreren Iran-bezogenen Demonstrationen beteiligt. Die meisten versammelten sich im Ostpark; die Polizei zog am Abend eine friedliche Bilanz.
Anlass war unter anderem die Verleihung des Freiheitspreises 2026 der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit. Die Auszeichnung ging in der Frankfurter Paulskirche erstmals nicht an eine Einzelperson, sondern an das iranische Volk. Der im Exil lebende Oppositionspolitiker Reza Pahlavi nahm den Preis treuhänderisch entgegen, bis frei gewählte Vertreterinnen und Vertreter des Iran ihn übernehmen können.
Stiftungsvorsitzender Steffen Saebisch betonte, der Preis gelte „keiner Gruppe, keiner Partei und keiner einzelnen Person“, sondern dem iranischen Volk. Gewürdigt werden sollten Menschen, die im Iran für Freiheit, Demokratie und Menschenwürde eintreten, insbesondere Frauen und junge Menschen.
Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmenden an den verschiedenen Kundgebungen in Frankfurt auf rund 25.000. Die Organisatoren der Hauptkundgebung im Ostpark nannten dagegen etwa 50.000. Die Angaben beruhen auf unterschiedlichen Einschätzungen und sind daher nicht deckungsgleich.
Neben Unterstützern Pahlavis gab es in der Stadt auch kleinere Versammlungen mit abweichenden politischen Positionen. Die Stadt hatte den Hauptkundgebungsort aus Sicherheits- und Kapazitätsgründen von der Weseler Werft in den Ostpark verlegt.


