Russlands Präsident Wladimir Putin hat am Donnerstag erklärt, Moskau unterstütze Schritte zur Wiederherstellung umfassender Beziehungen zu europäischen Staaten. Gleichzeitig warnte er vor einer militärischen Eskalation und sagte, ein Konflikt zwischen Russland und Europa werde keine Gewinner hervorbringen.
Die Aussagen machte Putin nach dem Russland-Afrika-Gipfel in Moskau. Er verwies dabei auf jüngste Telefonkontakte mit dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb und dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre. Beide hätten aus seiner Sicht richtig gehandelt, den direkten Austausch mit Moskau zu suchen – trotz Kritik aus anderen europäischen Hauptstädten.
Putin betonte, Russland wolle keinen Krieg mit Europa, sei aber auf eine mögliche Konfrontation vorbereitet. Eine konkrete neue Verhandlungsinitiative oder ein Zeitplan für Gespräche wurde bei seinem Auftritt nicht vorgestellt.
Auch die Schifffahrt in der Ostsee sprach der Kremlchef an. Moskau wolle keine Einschränkungen der Navigation; Beschränkungen könnten eine Lage verschärfen, die er mit den Folgen des Konflikts zwischen den USA und Iran für die Straße von Hormus verglich.
Die Äußerungen fallen in eine Phase anhaltender Spannungen zwischen Russland und westlichen Staaten. Zugleich versucht Moskau, seine internationalen Beziehungen auszubauen: Beim Russland-Afrika-Gipfel in dieser Woche nahmen Vertreter aus fast 50 afrikanischen Ländern teil. Eine Annäherung an Europa lässt sich daraus bislang nicht ableiten.


