Bundeskanzler Friedrich Merz hat bei einem Investitionsgipfel in Berlin für den Standort Deutschland geworben und dabei Verteidigung, Halbleiter und künstliche Intelligenz als Schwerpunkte genannt. Die Bundesregierung wolle Bürokratie abbauen, Genehmigungsverfahren beschleunigen und die Infrastruktur modernisieren, um Investitionen anzuziehen.
Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums haben Unternehmen, darunter Amazon und Nvidia, Investitionszusagen von mehr als 225 Milliarden Euro angekündigt. Die Initiative „Made for Germany“ bündelt darüber hinaus Vorhaben im Umfang von mehr als 800 Milliarden Euro bis 2028.
Merz erklärte, Deutschland wolle seine Rechenkapazität für künstliche Intelligenz bis 2030 vervierfachen. Er verwies außerdem auf Anzeichen einer wirtschaftlichen Belebung, darunter stärkeres Wachstum, mehr ausländische Direktinvestitionen und eine steigende Zahl von Start-ups.
Die Pläne stehen im Zeichen anhaltender Herausforderungen: Hohe Kosten, schwaches Wachstum und intensiver Wettbewerb belasten Teile der deutschen Industrie. Merz sprach sich deshalb für eine europäische Wirtschaft aus, die Genehmigungen schneller erteilt und Innovation ermöglicht.


