Ana Sayfa Deutsch EU-Staaten prüfen härtere Handelsmaßnahmen gegen China

EU-Staaten prüfen härtere Handelsmaßnahmen gegen China

Europäische Union Flaggen vor einem modernen Gebäude; Symbolbild.

Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union wollen angesichts steigender Importe aus China über schärfere Handelsmaßnahmen beraten. Das Thema dürfte den zweitägigen Gipfel in Brüssel prägen, der am Donnerstag beginnt.

Das Warenhandelsdefizit der EU mit China erreichte 2025 rund 360 Milliarden Euro und belief sich im ersten Halbjahr 2026 bereits auf 200 Milliarden Euro. Deutschland und Frankreich drängen auf Maßnahmen gegen das Ungleichgewicht. Damit verändert sich auch die bisherige deutsche Haltung zu zusätzlichen Beschränkungen für chinesische Elektroautos.

Die EU-Spitzen wollen prüfen, ob eine vorläufige Verständigung über Importe von Hybridautos ausreicht, um die Verhandlungen fortzusetzen, oder ob weitere Schutzmaßnahmen nötig sind. Auch Chemikalien, Kunststoffe und die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten stehen auf der Agenda. Die Europäische Kommission könnte im Dezember eine erste Maßnahme vorschlagen.

Die Debatte findet vor dem Hintergrund statt, dass europäische Regierungen Industriearbeitsplätze schützen und zugleich die Handelsbeziehungen mit einem der wichtigsten Wirtschaftspartner der EU aufrechterhalten wollen.