KÖLN – Nach der Hitze und Trockenheit der Sommermonate führt der Rhein weiterhin ungewöhnlich wenig Wasser. Am Kölner Pegel wurde am Morgen des 21. Oktober ein Wasserstand von rund 65 Zentimetern gemessen.
Ende September war der Rheinpegel in Köln auf 40 Zentimeter gesunken und hatte damit einen historischen Tiefstand erreicht. Inzwischen ist der Wasserstand zwar wieder etwas gestiegen, liegt aber weiterhin auf einem niedrigen Niveau.
Niedrigwasser belastet die Schifffahrt
Der Rhein zählt zu den wichtigsten Wasserstraßen für den Güterverkehr in Deutschland und Europa. Bei niedrigen Wasserständen können Frachtschiffe häufig weniger Ladung transportieren. Dadurch können die Transportkosten steigen.
Auch der Fährbetrieb und die Ausflugsschifffahrt können in einigen Abschnitten durch das Niedrigwasser beeinträchtigt werden. Fachleute weisen darauf hin, dass kurzfristige Regenfälle allein möglicherweise nicht ausreichen, um den Wasserstand nachhaltig zu erhöhen.
Pegelstand ist nicht gleich Wassertiefe
Der in Köln gemessene Pegelstand gibt nicht die tatsächliche Wassertiefe im gesamten Fluss an. Er bezeichnet den Wasserstand an einer festgelegten Messstelle. Die tatsächliche Tiefe der Fahrrinne kann je nach Flussabschnitt unterschiedlich sein.
Nach dem historischen Tiefstand Ende September hat sich die Lage etwas entspannt. Das anhaltende Niedrigwasser bleibt jedoch eine Herausforderung für die Schifffahrt und andere Aktivitäten am Rhein.
Text und Photo: Kadir Ilboga


