Im Wahlkampf vor den US-Kongresswahlen am 3. November rücken die wirtschaftlichen Folgen von Donald Trumps Außenpolitik stärker in den Mittelpunkt. Der Iran-Krieg und umfassende Zölle erhöhen den Kostendruck auf amerikanische Haushalte und könnten die Republikaner ihre Mehrheit im Kongress kosten, berichtet Reuters am Samstag.
In einer Reuters/Ipsos-Umfrage erklärten 78 Prozent der Befragten, Trumps Politik für Preissteigerungen verantwortlich zu machen, die stärker ausfallen als ihre Einkommenszuwächse. Vor allem Benzin und Lebensmittel verbinden internationale Konflikte unmittelbar mit dem Alltag der Wähler.
Um die Kraftstoffpreise zu dämpfen, hob Trump Sanktionen auf russische Diesel-Exporte auf und forderte die Ukraine auf, Angriffe auf russische Raffinerien einzustellen. Kritiker sehen darin ein Signal der Nachgiebigkeit gegenüber Moskau. Das Weiße Haus verteidigte dagegen die wirtschaftliche Bilanz der Regierung.
Trump kündigte zugleich an, vor der Wahl keine neuen Angriffe auf Iran anzuordnen. Gleichzeitig wird über eine mögliche Eskalation nach dem Urnengang berichtet. Umfragen zufolge lehnt eine Mehrheit der Amerikaner den Krieg ab.
Die Demokraten gelten als Favoriten für die Mehrheit im Repräsentantenhaus; auch der Senat ist umkämpft. Der Verlust einer Kammer würde Trumps innenpolitische Vorhaben erschweren, seine außenpolitischen Handlungsmöglichkeiten aber nicht zwangsläufig stark einschränken.
Quelle: Reuters, 24. Oktober 2026. Foto: Chandler Cruttenden/Unsplash (Symbolbild).


