Deutschland bereitet sich mit zusätzlichen Reserveverträgen auf die Heizperiode vor. Trading Hub Europe (THE), der für die Organisation des deutschen Gasmarktes zuständige Marktgebietsverantwortliche, vergab am Freitag Verträge im Umfang von insgesamt rund 245 Millionen Euro. Sie sollen sicherstellen, dass bei Bedarf zusätzliche Gasmengen verfügbar bleiben.
Etwa 107 Millionen Euro entfallen auf Sonderausschreibungen für Februar und März 2027; rund 137 Millionen Euro betreffen reguläre Ausschreibungen zur Absicherung möglicher Netzengpässe. Die Vereinbarungen sollen Unternehmen einen Anreiz geben, Gas länger in den Speichern zu halten oder weitere Mengen einzulagern.
Der Handlungsbedarf zeigt sich beim Füllstand: Am 21. Oktober waren Deutschlands Gasspeicher zu 61,1 Prozent gefüllt. Zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres lag der Wert bei 75,4 Prozent. Die Verträge dienen der Vorsorge; eine akute Versorgungslücke wurde damit nicht gemeldet.


