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Protest vor Rheinmetall-Werk in Berlin: Neun Aktivisten kleben sich auf der Straße fest

Protest vor Rheinmetall-Werk in Berlin: Neun Aktivisten kleben sich auf der Straße fest

BERLIN – Vor dem Firmengelände des Rüstungskonzerns Rheinmetall im Berliner Stadtteil Wedding haben sich mehrere Demonstranten auf der Straße festgeklebt. Die Protestaktion fand am Dienstagmorgen, dem 20. Oktober, statt und richtete sich gegen deutsche Waffenlieferungen an Israel.

Nach Angaben der Polizei wurden die Einsatzkräfte gegen 5.30 Uhr alarmiert. Von insgesamt elf Protestierenden hatten sich neun auf der Fahrbahn festgeklebt. Die Polizei war zeitweise mit rund 90 Einsatzkräften vor Ort, um die Straße zu räumen und die Aktivisten von der Fahrbahn zu lösen.

Protest gegen Waffenlieferungen an Israel

Zu der Aktion hatte nach eigenen Angaben die Gruppe „Peacefully Against Genocide“ aufgerufen. Die Aktivisten wollten damit gegen Waffenlieferungen aus Deutschland an die israelische Armee protestieren.

Nach Angaben der Gruppe fanden ähnliche Aktionen auch vor anderen Rüstungsstandorten in mehreren Bundesländern statt. Insgesamt hätten sich mehr als 70 Menschen an den Protesten beteiligt.

Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Nötigung sowie wegen des Verwendens verfassungswidriger Kennzeichen im Zusammenhang mit Äußerungen während der Aktion.

Wiederholte Proteste am Berliner Standort

Rheinmetall hat im Sommer am ehemaligen Werk des Autozulieferers Pierburg in Berlin die Rüstungsproduktion aufgenommen. Seitdem kam es wiederholt zu Protesten gegen den Standort. Auch die Klimaaktivistin Greta Thunberg beteiligte sich bereits an entsprechenden Aktionen.

Die jüngste Protestaktion ist Teil der anhaltenden Auseinandersetzung über deutsche Rüstungsexporte und die Rolle des Rüstungskonzerns im Zusammenhang mit dem Krieg im Nahen Osten.

Text und Bild: Kadir Ilboga