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EU legt neue Arktisstrategie mit Schwerpunkt auf Sicherheit und Infrastruktur vor

EU legt neue Arktisstrategie mit Schwerpunkt auf Sicherheit und Infrastruktur vor

Die Europäische Kommission hat am Dienstag eine neue Strategie für die Arktis vorgestellt. Angesichts des Klimawandels, wachsender geopolitischer Spannungen und neuer Schifffahrtsrouten will die EU ihre Zusammenarbeit mit den nördlichen Nachbarn ausbauen und die Widerstandsfähigkeit kritischer Infrastruktur stärken.

Ein zentraler Baustein ist ein geplantes maritimes Sicherheitszentrum. Es soll unter anderem Unterseekabel überwachen, Risiken für die Kommunikationsinfrastruktur erkennen und die Beobachtung illegaler Aktivitäten sowie der russischen Schattenflotte unterstützen. Die Kommission will dafür auch auf Satelliten, Sensoren und weitere Überwachungstechnik setzen.

Die Strategie sieht außerdem vor, Europas Eisbrecherkapazitäten auszubauen, Forschung zu stärken und Verkehrsverbindungen zwischen der Arktis und Europa zu verbessern. Die EU verweist darauf, dass mehr als eine halbe Million EU-Bürgerinnen und -Bürger in der Arktis leben. Zugleich erwärmt sich die Region nach Angaben der Kommission fast viermal schneller als der globale Durchschnitt.

Neben Sicherheitsfragen nennt Brüssel Klimaforschung, wirtschaftliche Zusammenarbeit und die Unterstützung lokaler Gemeinschaften als Prioritäten. Die EU betont, die Strategie solle gemeinsam mit Partnern und den Menschen in der Region umgesetzt werden; sie erhebe keinen territorialen Anspruch auf die Arktis.