Bei den Jahrestagungen von IWF und Weltbank in Bangkok haben zahlreiche Delegierte den Saal verlassen, als der russische Finanzminister Anton Siluanow sprach. Der Vorfall verdeutlicht die anhaltenden politischen Spannungen wegen des Krieges gegen die Ukraine.
Bei einem Treffen im Rahmen der Jahrestagungen von Internationalem Währungsfonds und Weltbank in Bangkok haben zahlreiche Delegierte den Raum verlassen, als der russische Finanzminister Anton Siluanow das Wort ergriff. Nach Berichten zu dem Vorfall ging nahezu die Hälfte der Delegierten während seiner Rede hinaus.
Die Reaktion steht im Zusammenhang mit dem anhaltenden Widerstand mehrerer westlicher Staaten gegen eine Normalisierung der Beziehungen zu Russland, solange der Krieg gegen die Ukraine andauert. Die Teilnahme russischer Vertreter an internationalen Wirtschaftstreffen bleibt deshalb politisch umstritten.
Der Vorsitzende des International Monetary and Financial Committee, Mohammed Al-Jadaan, betonte bei den Beratungen zugleich die Widerstandsfähigkeit der Weltwirtschaft. Er verwies jedoch auf erhebliche Risiken, darunter bewaffnete Konflikte, Energie- und Ernährungssicherheit, hohe öffentliche Schulden sowie die Frage, wie Länder von Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz profitieren können.
Der Vorfall in Bangkok zeigt, dass die politischen Konflikte um Russland weiterhin auch internationale Finanzinstitutionen und wirtschaftspolitische Gespräche beeinflussen.


