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Millionen Ukrainer könnten im Winter erneut ihre Häuser verlassen müssen

Millionen Menschen in der Ukraine könnten in diesem Winter erneut gezwungen sein, ihre Häuser zu verlassen. Davor warnt die Internationale Organisation für Migration (IOM) angesichts russischer Angriffe auf kritische Infrastruktur, steigender Lebenshaltungskosten und beschädigter Wohngebäude.

Nach einem Reuters-Bericht vom 16. Oktober sind weiterhin rund 3,6 Millionen Menschen innerhalb der Ukraine vertrieben. Etwa 3,8 Millionen Menschen sind in ihre Wohnorte zurückgekehrt, leben jedoch vielfach in beschädigten Häusern und könnten bei einer weiteren Verschlechterung der Versorgungslage erneut fliehen müssen.

Mit sinkenden Temperaturen wird der Zugang zu Heizung, Strom und Wasser für viele Familien schwieriger. Wiederholte Raketen- und Drohnenangriffe auf Energie- und Wassersysteme verschärfen die humanitäre Lage.

Die IOM hat nach eigenen Angaben 31 Solaranlagen zur Unterstützung von Wasserversorgungssystemen installiert. Gleichzeitig bleibt die Finanzierung der Hilfsmaßnahmen ein großes Problem: Für den humanitären Einsatzplan der Organisation für 2026 waren dem Bericht zufolge bislang nur sieben Prozent der benötigten Mittel verfügbar.

Deutschland, Polen und Tschechien beherbergen zusammen mit anderen europäischen Ländern Millionen ukrainische Geflüchtete. Sollte sich die Lage im Winter weiter verschärfen, könnten zusätzliche Menschen Schutz in Nachbarstaaten suchen.

Die Organisation fordert deshalb weitere Unterstützung, insbesondere für sichere Unterkünfte, die Isolierung von Wohngebäuden und die Wiederherstellung grundlegender Versorgungssysteme.

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