Heftige Regenfälle haben in Istanbul schwere Überschwemmungen ausgelöst. Mindestens drei Menschen kamen ums Leben, mehrere weitere werden vermisst. Rettungskräfte waren im Großeinsatz, um Menschen aus überfluteten Gebäuden und von Straßen zu retten.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur Associated Press wurden mehr als 3.000 Menschen aus gefährlichen Situationen befreit. Die Wassermassen überfluteten Straßen, Unterführungen, Wohnungen und Geschäfte. Zahlreiche Fahrzeuge blieben im Wasser stecken, der Verkehr kam in vielen Bereichen der türkischen Metropole zum Erliegen.
Regenfälle wie seit Jahrzehnten nicht mehr
Der türkische Umweltminister Murat Kurum bezeichnete die Niederschläge als die stärksten seit 83 Jahren. Auch in den Provinzen Sakarya und Kocaeli wurden Schäden gemeldet. Dort stürzte unter anderem ein zweistöckiges Wohnhaus ein.
Zu den Todesopfern zählt ein 14-jähriger Jugendlicher, der in einem Park durch einen Stromschlag ums Leben kam. Eine weitere Person starb nach einem Sturz auf einer überfluteten Straße. Eine dritte Person wurde in der Nähe eines Parks im Istanbuler Stadtteil Kağıthane tot aufgefunden.
Die Zahl der Vermissten wurde in den Berichten unterschiedlich angegeben. Die Such- und Rettungsarbeiten dauern an.
Behörden warnen vor weiteren Regenfällen
Die Behörden riefen die Bevölkerung dazu auf, unnötige Wege zu vermeiden und sich von überfluteten Straßen und Unterführungen fernzuhalten. Schulen blieben geschlossen, für bestimmte Beschäftigte des öffentlichen Dienstes wurden Sonderregelungen getroffen. Auch Motorräder durften zeitweise nicht am Straßenverkehr teilnehmen.
Meteorologen rechnen in Istanbul und den umliegenden Regionen mit weiteren Niederschlägen. Die Einsatzkräfte bleiben deshalb in erhöhter Alarmbereitschaft.
Die Überschwemmungen haben erneut die Folgen extremer Niederschläge für dicht besiedelte Großstädte deutlich gemacht. Besonders gefährdet sind tiefer gelegene Straßen, Unterführungen und Gebäude, in die Wasser schnell eindringen kann.


